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Sei kein Schaf - Jetzt erst recht!

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Sei kein Schaf - Jetzt erst recht!

Wieder einmal heißt es in Frömern „Sei kein Schaf! – Geh wählen!“. Bereits zu den Kommunalwahlen 2014 riefen Jugendliche um Jugendreferent Sebastian Richter auf, sich politisch zu beteiligen und wählen zu gehen. Auch dieses Jahr werden sich die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen für eine hohe Wahlbeteiligung am 14.05.17 engagieren.

Drei Wochen vor der Wahl - am Samstag dem 22.04. - findet ab 17 Uhr im Gemeindehaus in der Brauerstraße 5 eine “politische Beachparty” statt. Dort haben alle BesucherInnen die Möglichkeit, die Kandidierenden in offenen Gesprächen bei lockerer Beach-Atmosphäre kennenzulernen. „Wir wollen, dass die Jugendlichen und die Politiker direkt miteinander reden, deshalb gibt es kein Podiumsgespräch.“ erläutern Annika Paffrath und Patrick Eisenberg, ehrenamtliche Koordinatoren des Projektes, den Grundgedanken der Aktion. Inhaltlich flankiert wurden die politische Beachparty und das diesjährige Schaf-Projekt mit kurzen Interviews unter dem Titel “Määähga Fragen an …”, die hier auf der Seite zu finden sind.

Als Diskussionspartner wurden die Wahlkreis-Kandidierenden Bianca Dausend (CDU), Hartmut Ganzke (SPD), Herbert Goldmann (Grüne), Hanns-Jörg Rohwedder (Piraten), Susanne Schneider (FDP) und Walter Wendt-Kleinberg (Linke) eingeladen. Außerdem haben sich die jugendpolitischen SprecherInnen dieser sechs Parteien angekündigt, namentlich: Daniel Düngel (Piraten, Oberhausen), Dagmar Hanses (Grüne, Soest), Marcel Hafke (FDP, Wuppertal), Wolfgang Jörg (SPD, Hagen), Jules El-Khatib (Die Linke, Essen) und Ina Scharrenbach (CDU, Kamen, in Vertretung von Wolfgang Tenhumberg, Viersen).

Nach langer Diskussion haben sich die Jugendlichen übrigens für nur diese Einladungen ausgesprochen. „Wir hätten es geradezu absurd gefunden, Parteien einzuladen, die rassistische Positionen vertreten oder für die Ausgrenzung von Personengruppen stehen. Dann können wir lieber mit dem Vorwurf leben, nicht gesprächsbereit zu sein. In der Ablehnung rassistischer Positionen sind wir nicht zu einem Dialog bereit.“ erklärt Richter.

Auch Superintendent Hans-Martin Böcker, Gemeindepfarrer Gisbert Biermann und das Presbyterium unterstützen die Vorgehensweise. Böcker: „Ich habe großen Respekt vor der Entscheidung, die hier getroffen wurde. Hier haben sich Jugendliche klar positioniert und zeigen uns, dass es eine klare Kante in der Begegnung mit jeglicher Form des Populismus braucht.“

Ein weiterer Baustein des Projektes ist eine große Aktion der Ev. Jugend am Wahlsonntag. Die Jugendeinrichtung lädt zu einem großen Muttertags-Brunch von 11 bis 14 Uhr ein. Interessierte können sich ab dem 10. April - also mit Beginn der Kinderbibelwoche - anmelden. Je nach Familiengröße kann ein Tisch beliebig vorbestellt werden. Ab 14 Jahren kostet der Brunch 5 € p.P. - unter 14 Jahren ist er kostenlos.

Außerdem können sich alle Wählerinnen und Wähler auf eine große Verlosung am Wahlsonntag freuen. Alle BürgerInnen, die belegen, dass sie wählen waren, können sich im Laufe des Tages für eine Tombola registrieren. Nach Schließen der Wahllokale wird diese gegen 19 Uhr ausgelost. “Wir haben attraktive Preise von vielen lokalen Unternehmen. Gutscheine, Sachpreise - und einen tollen Hauptgewinn: Die Firma Berlet wird einen 55-Zoll-Fernseher von Samsung stiften!” erklärt Patrick Eisenberg das Konzept für den 14. Mai. Insgesamt winken Preise im Wert von knapp 3000 € - allesamt gestiftet von lokalen Firmen und Unternehmern. “Wir freuen uns über diesen öffentlichen Zuspruch zu unserer Projektidee”, so Eisenberg.

Leider sind erst Bürger ab 18 Jahren Wahlberechtigt. “Das würden wir uns als Ev. Jugend anders wünschen. Wir fordern aber ausdrücklich auch Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren auf, Familienmitglieder zum Wahlgang zu motivieren und sich so ebenfalls - wenn auch nur indirekt - politisch zu beteiligen. Die Gruppe der jungen Wähler wird immer kleiner - aber unter 18jährige haben zumindest die Möglichkeit, zu Hause dafür zu werben und auch ihre Positionen zu diskutieren. Ich persönlich finde solch einen Diskurs übrigens besser als eine im Ergebnis wirkungslose Wahlsimulation für nicht Wahlberechtigte.” erklärt Jugendreferent Sebastian Richter.

Die Ziele des Projektes auf einem Blick:

  • Erhöhung der Wahlbeteiligung in Fröndenberg
  • Auseinandersetzung mit politischen Inhalten ermöglichen
  • Sensibilisierung von Bürgerinnen und Bürgern für die Relevanz politischer Wahlen

Achja - Die Schafe!

Natürlich wird es auch zu den Landtagswahlen wieder Schafe geben!

11 bunte Schafe werden - wie schon zu den Kommunalwahlen 2014 - wieder an verschiedenen Stellen in Frömern zu sehen sein. Dieses Mal können sich Interessierte als Schäfer melden und je für drei oder vier Tage ein Schaf hüten. Dann wandert es zu einem zuvor vereinbarten, neuen Schäfer weiter.

Startschuss für diese Aktion ist der 1. Mai: Im Rahmen des Maifestes der Freiwilligen Feuerwehr Frömern können sich Familien, Einzelpersonen oder auch Unternehmensvertreter aus einem Gehege der Ev. Jugend ein Schaf aussuchen und gern gleich mitnehmen.

Termine

22. April: Beachparty im Gemeindehaus

14. Mai: Landtagswahl in NRW, mit Walh-Brunch und großer Verlosung

Määähga Fragen an...

Hartmut Ganzke, SPD

Bianca Dausend, CDU

Hanns-Jørg Rohwedder, Piraten

Herbert Goldmann, Die Grünen

Susanne Schneider, FPD

Walter Wendt-Kleinberg, DIE LINKE

Und sonst?